Kuala Lumpur Teil 2

von Kathrin

Wir ziehen aus der Shopping Mall aus, aber nicht ohne einen letzten Blick von unserem Rooftop- Pool zu werfen

Unsere neue Bleibe, ist so groß wie unsere Wohnung zu Hause, hat nebst modernem Wohn-Ess-Küchenbereich zwei Schlafzimmer mit jeweils eigenem Bad und wir fühlen uns wie im Palast. Auch wohnen wir nun fußläufig zu den Petronas, denen wir auch direkt einen Besuch abstatten

Der umgebende Park mit öffentlichem Pool sorgt für eine halbwegs angenehmen Umgebung um sich zu Fuß fortzubewegen

auch wenn uns der unterirdische Verbindungsgang Richtung Bukit Bintang noch ein wenig besser taugt. In Kombination mit einer überdachten Fußgängerbrücke, die uns über KLs volle Straßen führt

erreichen wir das quirlige Viertel in unter 30 Minuten zu Fuß. Die Verbindung geht natürlich von Shopping Mall zu Shopping Mall die wiederum direkt neben einer weiteren, richtig, Shopping Mall liegt. Leider passen nicht alle Malls auf ein Bild, daher hier die berühmteste

In dieser lassen sich direkt mehrere Lieblingsbeschäftigungen vereinen: shoppen, sitzen, Bier trinken, Leute beobachten. Bevor wir uns diesen Spaß gönnen wollen wir aber noch rein ins Getümmel. Die Jalan Alor Food Street ist unser Ziel. Das sei zwar alles inzwischen gar nicht mehr authentisch und voll „Touri“ ist im Internet zu lesen, aber ehrlich gesagt, authentisch schmeckte bisher alles nach Fisch (getrocknete Anchovis sind hier quasi das Standardgewürz) und dass wir Touris sind lässt sich auch nur schwer verbergen. Also einmal rauf und runter spazieren

und sich vorsichtig an das Speiseangebot ran tasten.

Mit unserer frisch erworbenen Tüte gebratener Dumplings in der Hand sahen wir auch direkt so überfordert aus, dass wir von unserer Standbesitzerin, die keine eigenen Tische hat, freundlich aber bestimmt an die Tische des Nachbarstandes komplementiert wurden, dessen Besitzer uns dann auch noch mit ausreichend Servietten versorgt hat und wir das ganze von hinten in Ruhe beobachten konnten

Links im Bild der Dumpling Stand inklusive Teigberg aus dem die fluffig weiche unten kross angebratene Hülle für die würzige Fleischfüllung (beef or chicken) entsteht. Ein Gedicht und ganz ohne Fisch, kommt aber anscheinend auch aus Shanghai. Ida hat erstmal genug von Streetfood und außerdem ruft ja noch die Shopping Mall. Durch die Geschäfte browsen während Mama und Papa die Happy Hour auskosten und dann geht es wieder über und unter den Straßen, vorbei an den beleuchteten Petronas

durch den schließenden Park, ja der Park schließt. Wie das geht? Man installiere Säulen mit Kameras, Lautsprecher und blauen Blinklichtern und sage ab 22 Uhr in Dauerschleife durch: „This area has been closed. Please leave immediately!“. Dann setzt man noch eine Person in wichtig aussehender Weste mit fettem Securitiy Schriftzug auf ein Moped und lässt sie in immer enger werdende Runden durch die Anlage ziehen. Viehtreibererfahrung erwünscht. Etwas abgehetzt erreichen wir unseren Palast und drehen zur Entspannung noch eine erfrischende Runde in unserem Hotelpool. Der ist bis 23 Uhr geöffnet firmiert unter Indoor, obwohl zu den Seiten offen, ist so groß wie ein mittleres Freibadbecken und auch so temperiert. Für asiatische Verhältnisse also saukalt. Oder zumindest so kalt, dass uns ein Hotelangestellter auf dem Rückweg besorgt fragt, ob der Pool auch nicht zu kalt gewesen sei. Es gab wohl die ein oder andere Kritik im Internet, wie wir hinterher erfahren. Aber in dem Moment sind Ida und ich nur etwas irritiert ob dieser seltsamen Frage, zucken mit den Schultern und antworten freudestrahlend „No – it’s a real nice pool, the first refereshing one in whole Aisa!“. Woraufhin dann der Hotelangestellte etwas irritiert wirkte. Mit Aussicht auf Wiederholung unseres neu etablierten Abendrituals Streetfood, Shop Browsing/Happy Hour, Pool werden weitere Aktivitäten abgenickt und wir machen uns auf die Suche nach den bekanntesten Street Art Spots. Wir begeben uns über die Jalan Panggong

in das kleine Viertel mit den kleinen bunten Gässchen das so manche inspiriert

an anderer Stelle zum mitmachen

einlädt, wuselig wimmelt

und von grünem Blätterdach, bunten Lampion, diamantenem Glas-Stahl und weiß durchtuschtem Himmelblau überragt wird.

Zu guter Letzt haben wir noch ein Ziel. Denn wer schon in einer Shopping Mall gewohnt hat, darf sich diese Mall keinesfalls entgehen lassen, die mit Vergnügungspark. Nebst quietschbuntem Kleinkinderbereich

gibt es für die Großen ein wirklich fürtchterliches Hunting House mit lebendigem Erschrecker das Ida und ich ohne Witz schreiend und rennend verlassen haben, zwei Kreiselgeschäften, Autoscooter und als Highlight eine Achterbahn

in der Ida und Benjamin ihre Bahnen ziehen und ich den Stempen

beim wackeln zu sehe und die bizarre Aussicht genieße. Und irgendwie fühlen wir uns schon ganz angekommen in dem klickibuntiundabundleichtangeranztem Ambiente. Nur diese allgegenwärtige Durian, an die konnten wir uns noch nicht so recht gewöhnen. Vielleicht sollten wir das ganze spielerischer angehen und uns mit Hilfe einer dieser Spielfrüchte der Thematik nähern

Der Packmeister schüttelt allerdings nur stumm den Kopf und der Durian Hype wird uns nun wohl für immer verborgen bleiben. Dann passen wir uns eben mit andern Mitteln den hiesigen Gepflogenheiten an. Häufig sehen wir gleich gekleidete Kinder oder auch ganze Familien

Ida ist auf ihren ausgiebigen Shoptouren fündig geworden uns so setzten wir unsere Reise im Partnerlook fort

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