Teipei Teil 3

von Kathrin

Wenn wir schon der chinesischen Sprache nicht mächtig sind nähern wir uns der Kultur des Landes eben auf anderem Weg. Wir besichtigen die bedeutendsten Kulturschätze im nationalen Palastmuseum. Los geht es mit einer MRT, umsteigen in eine andere MRT

und zu guter letzt noch ein Bus, den wir trotz Baustelle sofort finden und dann liegt es da im satten grün

Statt der knallsonnigen Stufen wählen wir den romantisch beschatteten Pfad unter den Bäumen

und tauchen ein in Jade-Kunstwerke, die wir vor lauter Begeisterung nicht fotografieren, aber nicht unerwähnt bleiben sollen. Eines der bekanntesten Ausstellungsstücke ist ein Kohl mit Heuschrecke, der aus einem einzigen Jadestück gefertigt ist. Interessant ist dabei die natürliche Farbgebung des Steins von grün zu weiß. In der Abteilung Malerei und Kalligraphie mache ich zwar Bilder 

aber die geben die Kunstwerke nur relativ unzulänglich, da nur ausschnittsweise, wieder. Das ganze Papier war sicher 50 Meter lang. Wobei, die unterschiedliche Strichgebung, die das ganze zu Kalligraphie macht immerhin zu sehen ist. Wirklich beeindruckend, zumal wir noch lange nicht durch alle Abteilungen durch sind, aber den Louvre schafft man auch nicht an einem Tag. Außerdem wollen wir uns ja der Kultur Taiwans nähern und da gehören definitiv auch Dumplings dazu, die haben wir bisher noch nicht erwischt. Die stehen für heute noch auf unserer Liste. Im Einkaufszentrum des Taipei 101 habe ich eine der hiesigen Institutionen ausgespäht: Din Tai Fung. Eine lange, lange Schlange war da um die Mittagszeit. Jetzt ist es Nachmittag wir versuchen unser Glück und bekommen direkt einen Tisch. Wir bestellen Dumplings, die ebenfalls national wichtige Nudelsuppe und Gemüse und schweben direkt im Dumpling-Himmel – vielen Dank für die gekonnte Fertigung

Wir bleiben beim Thema Kunst und besuchen den Huashan 1914 Creative Park. In der ehemaligen Sake Brauerei

finden sich neben Kunsthandwerk, Eventlocations, Ausstellungen und Popup-Stores zu bekannten Marken und den hier so beliebten Manga und Anime-Figuren

Wir schlendern über das Gelände und überlegen wo wir heute Abendessen. Da es regnet trauen wir uns nicht auf einen Nachtmarkt. Die sind zwar häufig überdacht, aber oft gibt es wohl auch nur wenig zu sitzen. Und dann immer das rumhantieren mit den Schirmen. Aber auf den Nachtmärkten soll es auch Squieshies geben und die müssen noch unbedingt angeschafft werden. Wir gehen die Sache der Reihe nach an. Hotpot wäre nochmal fein und gibt es überdacht. Schon sitzen wir drin

Ida recherchiert ein wenig und stößt auf ein Kaufhaus in dem es nur Spielsachen und Sammlerfiguren gibt. Es soll dort auch Squieshies geben. Wir finden auf den 5 Stockwerken alles mögliche,

aber nur eine einzige, wirklich nur eine, offensichtlich letzte Packung Dumpling-Squishies, die auch noch doppelt so teuer ist wie in Malaysia. Vereinzelt finden sich noch Squishies in den Krakenautomaten, wobei ich diesen Inhalt wesentlich lustiger finde

In Ermangelung von Kleingeld erübrigt sich die Überlegung, ob es sinnvoll ist das zu versuchen. Für die nach erfolglosem Rundgang anschließende Rede welch Dummheit hier mal wieder am Werk war, nicht direkt im Squishie-Paradies Malaysia zu geschlagen zu haben, auf wen hier in Zukunft definitiv nie mehr gehört wird und was alles passiert, wenn nicht noch Squishies aufgetrieben werden schlagen wir Ida umgehend für den „The Speakers Awards“ vor.

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