Melaka

von Kathrin

In gut viereinhalb Stunden fahren wir von der Ost- an die Westküste in das geschichtsträchtige Melaka, oder auch Malacca wie die Stadt zu Kolonialzeiten und auf englisch heißt. Nach der langen Anfahrt sind wir erstmal hungrig und als wir uns auf einen ersten kurzen Spaziergang Richtung Altstadt machen ist es schon dunkel. Das ist aber nicht weiter schlimm, da der Melaka River Walk auf dem wir entlang schlendern samt Brücken und Schiffchen bunt beleuchtet ist

Auch die Straßenkunst ist im Dunkeln bestens zu sehen

Aber auch bei Tageslicht ist der Weg am Fluss entlang farbenfroh 

und trotz Zickzack-Kurs deutlich angenehmer zu gehen, als an den vollen Hauptstraßen. Unser Ziel ist der rote Platz oder auch Dutch Square

Ein Überbleibsel aus der niederländischen Kolonialzeit, die nach den Portugiesen und vor den Briten die Stadt geprägt haben. Um 1400 gegründet ist Malaka ein wichtiges Handelszentrum Südostasiens: Gewürze, Seide und Porzellan waren die gefragtesten Güter. Auch Kultur und Religionen treffen so aufeinander und Malaka gilt bis heute als historische Wiege Malaysiens. Das Nebeneinander europäischer, indischer und muslimischer Einflüssen ist in ganz Malaysien zu sehen und auch hier finden sich auf engstem Raum hinduistische und buddhistische Tempel, Moscheen und christliche Kirchen. Aber auch das malaysische Selbstbewusstsein wird an allen Ecken gestärkt und hochgehalten und eine malaysische Fahne ist auch in Chinatown nie weit und selten allein

Aber wir waren auf ja eigentlich noch auf dem Dutch Square und da steht das Stadthyus, in dem heute ein Museum untergebracht ist. Neben wer, wann, wo, finden sich auch Schaubilder zu kulturellen Besonderheiten wie der cerenomy of shaving baby’s first hair

und eine kleine aber feine Aufstellung alter Rikschas

Auf dem Weg zum Sultanspalast begegnen uns die modernen Varianten

Wir sehen und hören, viele dieser Vehikel sind mit einer Musikbox ausgestattet, diesem aufgeplüschten Spektakel fasziniert zu und vertragen nach so viel Heute noch eine bisschen mehr Gestern. Der Sultanspalast inklusive Audienz ist gleich die Straße runter

Zurück geht es durch die belebten Straßen Chinatowns

über den Fluß mit Blick auf die schiefe Kirche. Auf dem Bild sieht sie zwar relativ gerade aus,

aber wenn man auf dem Schiff daran vorbei fährt fallt doch auf, dass der rechte Turm deutlich niedriger ist als der linke. Schief oder nicht, wir sind hungrig. Das Abendessen besticht dann in erster Linie durch die Atmosphäre

Die Bedienung ist super nett und live Musik zum mitsingen gibt es auch. Fröhlich pfeifend tanzen wir so unserem nächsten Reisetag entgegen: Per Grab geht es erstmal zurück nach KL, dort steigen wir wieder in den Zug.

Das könnte dir auch gefallen

Um die Website optimal gestalten und fortlaufen verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Ok Mehr